Der Telemann

  • Start
  • Politik
  • Gesellschaft
  • Technik
  • KI
  • Debatte
  • Leitbild
  • Newsletter

Gesellschaft & Kultur

Expertise für das Gemeinwohl: Warum ich Wear-Share unterstütze

René Telemann
René Telemann 19. August 2025 · privater Blog über Politik, Gesellschaft und Technik
Kurz gesagt

In meinem Job dreht sich vieles um IT, Digitalisierung und Sicherheit.

LinkedInWhatsAppKommentierenNewsletter
Lesewerkzeuge4 Min. Lesezeit

In meinem Job dreht sich vieles um IT, Digitalisierung und Sicherheit.

Aber mir ist wichtig, dass Wissen nicht nur in Projekten landet, sondern auch direkt etwas für Menschen bewirkt. Deshalb unterstütze ich privat den gemeinnützigen Verein Wear-Share e. V. ein Projekt, das alte Gewohnheiten im Umgang mit Kleidung völlig neu denkt.

Altkleidercontainer?

Bequem aber keine Lösung.

Viele kennen nur die Container an der Straßenecke. Doch was dort eingeworfen wird, landet oft nicht wieder in einem Kleiderschrank, sondern im Export, in der Verbrennung oder wird minderwertig recycelt.

Seit 2025 sorgt die neue EU-Richtlinie zusätzlich für Unsicherheit:

Tragbare Kleidung darf nicht mehr in den Restmüll.Kaputte Kleidung darf aber nach wie vor in die Tonne.

Das wissen viele nicht und so wandert inzwischen alles in Container, egal ob brauchbar oder unbrauchbar.

Ergebnis: verstopfte Sammelstellen, viel Frust, wenig Wirkung.

Die Alternative: Offene Tausch-Schränke

Wear-Share setzt hier an. Wir stellen offene Kleiderschränke auf, die von Paten vor Ort betreut werden.

Dort kann jeder Kleidung bringen oder mitnehmen lokal, fair, transparent.

Damit machen wir Kreislaufwirtschaft greifbar direkt in der Nachbarschaft.

Smarte Technik, einfach gedacht

Viele denken: „Oh Gott, Sensorik, das ist bestimmt kompliziert.“

Ist es aber nicht. Unsere Schränke haben:

Türsensoren, die zählen, wann ein Schrank geöffnet wird.Radar und Ultraschall Sensoren, die anonym Bewegungen erkennen.

Das Ganze läuft ohne personenbezogene Daten. Es geht nur darum:

Wie oft wird der Schrank genutzt?

Wie viel Kleidung geht hinein und hinaus?

Daraus entwickeln wir den Wear-Share Nachhaltigkeitsindex (WSNI).

Der zeigt u. a.:

wie viele Neukäufe vermieden wurden,wie viel Wasser & CO₂ eingespart wurde,wie stark die Community vor Ort mitmacht.

Klingt technisch ist aber simpel, wenn man’s runterbricht.

Mehr als Kleidung: Freifunk & digitale Teilhabe

An vielen Standorten haben wir zusätzlich Freifunk-Router verbaut.

So wird der Schrank nicht nur Tauschpunkt für Kleidung, sondern auch Ort für freies WLAN. Nachhaltigkeit + digitale Teilhabe zwei Dinge, die wunderbar zusammenpassen.

Warum ich das mache

Ich bin überzeugt: Wirkung entsteht, wenn man Expertise teilt.

Für mich heißt das:

mein Know-how in ein gemeinnütziges Projekt einbringen,Technik einfach erklären und umsetzen,sozialen Impact messbar machen, ohne Menschen zu überwachen.

Wear-Share ist für mich mehr als ein Projekt es ist ein Beispiel dafür, wie Technologie, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft ineinandergreifen können.

Dein Part

Vielleicht betreust du bald selbst einen Schrank als PateVielleicht stellst du als Unternehmen oder Kommune einen Standort.Oder du unterstützt den Verein als Mitglied.

Mehr Infos: wear-share.de

Am Ende geht’s um einen simplen Gedanken:

Jedes Kleidungsstück, das nicht im Container landet, sondern von jemand anderem weitergetragen wird, ist ein kleiner Sieg für Umwelt und Gesellschaft.

Jetzt die Frage an dich:

Wo siehst du die Chancen und Grenzen von Technologie in sozialen Initiativen?

Die kritische Gegenperspektive

Die Gegenposition lautet, dass zusätzliche Sicherheitsanforderungen Aufwand schaffen, Projekte verlangsamen und gerade kleinere Organisationen überfordern können. Dieser Einwand ist berechtigt. Er spricht aber für risikogerechte, umsetzbare Kontrollen bei „Expertise für das Gemeinwohl: Warum ich Wear-Share unterstütze“ – nicht dafür, bekannte Risiken einfach auszublenden.

Was beide Seiten leicht übersehen

Oft liegt der entscheidende Punkt zwischen Technik und Organisation. Werkzeuge können Grenzen setzen, aber Menschen vergeben Rechte, definieren Prozesse und reagieren auf Warnungen. Bei „Expertise für das Gemeinwohl: Warum ich Wear-Share unterstütze“ müssen deshalb technische Maßnahmen, verständliche Kommunikation und eindeutige Verantwortung zusammenpassen.

Mein Fazit

Für mich zeigt „Expertise für das Gemeinwohl: Warum ich Wear-Share unterstütze“ vor allem, dass einfache Antworten zu kurz greifen. Der sinnvolle Weg liegt zwischen unkritischer Begeisterung und pauschaler Ablehnung: Nutzen klar benennen, Nebenwirkungen sichtbar machen und Verantwortung so organisieren, dass Entscheidungen auch im Alltag nachvollziehbar bleiben.

Quellen und Einordnung

Grundlage dieses Beitrags ist mein ursprünglich am 2025-08-19 auf LinkedIn veröffentlichter Artikel. Die dort enthaltenen Verweise und fachlichen Einordnungen wurden für diese Fassung übernommen und um die Perspektiven dieses Blogs ergänzt.

Themen: #Nachhaltigkeit · #Digitalisierung · #Freifunk · #Impact · #Gemeinnützig · #Kreislaufwirtschaft

TeilenLinkedInXFacebookWhatsAppE-Mail

Weiterdenken

Vom Gaukler zum Algorithmus: Warum Medienmacht uralt ist

Hofnarren, Gaukler, Flugblätter, Kabarett, Fernsehen und Social Media: Was sich in der Medienwelt verändert hat – und warum ...

Digitale Freibeuter: Was die US-Freigabe für private Cyberangriffe wirklich bedeutet

Die USA lassen geprüfte Privatfirmen unter staatlicher Kontrolle offensive Cyberoperationen durchführen. Was hinter den zugespitzten Schlagzeilen steckt und ...

Wie Claudes unsichtbares KI-Wasserzeichen technisch funktionieren könnte

Wie kann ein unsichtbares Wasserzeichen in normalem Text stecken? Claude, Token, Grünlisten, SynthID-Hypothesen und C2PA verständlich auf vier ...

Anzeige
Platz für passende Werbungruhig, klar gekennzeichnet, ohne Pop-up und ohne Tricks

Die Kommentare sind geschlossen.

Nicht sofort ein Lager

Viele Themen sind komplizierter, als sie zuerst klingen. Ich versuche, die stärkeren Argumente zu sehen und die schwachen nicht schönzureden.

Wie ich schreibe

Gerade neu

  • Vom Gaukler zum Algorithmus: Warum Medienmacht uralt ist16.08.2026
  • Digitale Freibeuter: Was die US-Freigabe für private Cyberangriffe wirklich bedeutet16.08.2026
  • Wie Claudes unsichtbares KI-Wasserzeichen technisch funktionieren könnte12.08.2026
  • KI-Wasserzeichen und Kennzeichnungspflicht: Wenn Transparenz zum Verdacht wird12.08.2026
  • KI bricht nicht aus dem Computer aus – aber aus unseren Sicherheitsannahmen07.08.2026

Der Telemann direkt

Neue Texte ohne Algorithmus: Newsletter vormerken oder RSS abonnieren.

Newsletter RSS

Guter Widerspruch hilft

Wenn ein Argument fehlt, schreib es unter den Text. Kurz, klar, begründet.

Zur Diskussion

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Kontakt
  • Leitbild
  • Quellen & Korrekturen
  • Kommentarregeln
  • Werben & Kooperationen
  • Newsletter
  • Unterstützen
© Der Telemann
  • Start
  • Politik
  • Gesellschaft
  • Technik
  • KI
  • Debatte
  • Leitbild
  • Newsletter

Der Telemann